Nemetschek übertrifft Ergebniserwartungen

  • Trotz Umsatzminus von 10 Prozent EBITDA-Marge von 22 Prozent
  • Gestiegener Jahresüberschuss

München, 18. Februar 2010 – Die Nemetschek AG (ISIN 0006452907), Europas größter Anbieter von Software für Architektur und Bau, hat im Krisenjahr 2009 trotz gesunkener Umsätze die operative Marge erhöht: Nach vorläufigen Zahlen liegt das operative Ergebnis (EBITDA) bei 30,4 Mio. Euro und damit mehr als 10 Prozent über den Erwartungen der Analysten. Im Zuge der Wirtschaftskrise sanken die Umsatzerlöse 2009 wie prognostiziert um 10 Prozent von 150,4 Mio. Euro auf 135,6 Mio. Euro. Hintergrund der Umsatzentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr sind die von 80,8 auf 64,3 Mio. Euro gesunkenen Erlöse aus dem Lizenzverkauf, während die Umsätze aus Wartungsverträgen mit 62,0 Mio. Euro um 5 Prozent zulegen konnten. Von der Krise besonders betroffen waren die ausländischen Märkte des Konzerns. Hier sanken die Umsatzerlöse von 93,0 Mio. Euro auf 77,3 Mio. Euro, während sie in Deutschland leicht von 57,4 Mio. Euro auf 58,3 Mio. Euro zulegen konnten.

Ungeachtet des Umsatzrückgangs liegt das Konzern-Betriebsergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) mit 30,4 Mio. Euro nur leicht unter dem Vorjahresniveau (31,4 Mio. Euro). Das entspricht einer EBITDA-Marge von 22 Prozent nach 21 Prozent in 2008. Hintergrund ist das konsequente Kostenmanagement in allen Konzernbereichen. Das Konzernergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) liegt den vorläufigen Zahlen zufolge mit 20,9 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (21,0 Mio. Euro). Im Zuge gesunkener Zinsaufwendungen steigt das Jahresergebnis (Konzernanteile) voraussichtlich von 10,4 Mio. Euro auf 12,2 Mio. Euro.

Der Perioden Cashflow betrug 28,6 Mio. Euro nach 29,9 Mio. Euro in 2008. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sank von 30,4 auf 23,5 Mio. Euro, Hintergrund ist der erfolgte Abbau von Verbindlichkeiten. Angesichts liquider Mittel in Höhe von 22,9 Mio. Euro (Vorjahr 23,2 Mio. Euro) beträgt die Nettoverschuldung des Konzerns aktuell 9,3 Mio. Euro nach 26,1 Mio. Euro Ende 2008. Insgesamt tilgte Nemetschek innerhalb von drei Jahren 67,8 Mio. Euro des zur Finanzierung der Graphisoft-Übernahme aufgenommenen Bankdarlehens in Höhe von 100 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote stieg von 41 Prozent in 2008 auf 50 Prozent in 2009.

Der vollständige Geschäftsbericht 2009 wird am 24.3.2010 veröffentlicht.