Historie

2016

Die Nemetschek Group hat sich als Vorreiter und Innovationstreiber von Open BIM und 5D (digitale 3D-Planungsmodelle, ergänzt durch die Dimensionen Zeit (4D) und Kosten (5D)) etabliert und wird ihre führende Rolle im Markt und dessen Entwicklung weiter aktiv voran zu treiben.

Im Fokus der strategischen Ausrichtung steht die weitere Internationalisierung, insbesondere in Asien sowie Nord- und Lateinamerika. Neue regionale Standorte, ein weltumspannendes Vertriebsnetz und Kooperationen werden kontinuierlich ausgebaut und erweitert.

Neben organischem Wachstum, einer hohen Profitabilität und stabilen Bilanzstruktur wächst Nemetschek weiterhin über sinnvolle Zukäufe:

  • Akquisition der Design Data Corporation mit Sitz in Lincoln / Nebraska, USA. Design Data ist ein führender US-Anbieter von BIM-3D-Softwarelösungen für Stahlkonstruktionen.
  • Akquisition von Solibri, einem weltweit führenden und global aufgestellten Softwareanbieter von Lösungen für die Qualitätssicherung und -kontrolle von Building Information Modeling (BIM).
  • Verkauf der Beteiligung von 70 % an der Glaser -isb cad- Programmsysteme GmbH mit Sitz in Wennigsen, Deutschland, an den Geschäftsführer von Glaser -isb cad-.

Umwandlung der Nemetschek AG in eine Europäische Gesellschaft (SE).
 

2015

2009

  • Akquisition der Bluebeam Software Inc. im Jahr 2014, einem führenden Anbieter von PDF-basierten Workflow-Lösungen für digitale Arbeitsprozesse und Kollaboration in der AEC-Industrie. Damit stärkt die Nemetschek Group nicht nur ihr Lösungsportfolio, sondern auch ihre Marktposition auf dem nordamerikanischen Markt.
  • Zwei strategische Beteiligungen an jungen, innovativen Unternehmen mit Sitz in Berlin im Jahr 2014, die Nemetschek‘s Marktposition im zukunftsträchtigen 5D-Markt stärken: Investment in das Start-up Sablono GmbH, das eine intelligente BIM-Terminplanung (4D) anbietet sowie hartman technologies GmbH mit einem Lösungsportfolio zur detaillierten Kosten- und Mengenermittlung (5D).
  • Akquisition der Data Design System mit Sitz in Norwegen im Jahr 2013, einem führenden Hersteller von CAD-Software für die intelligente Planung technischer Gebäudeausrüstung (TGA).
     

2008

2006

Die Nemetschek Group baut ihre Positionierung als führender Anbieter von AEC-Softwarelösungen durch weitere Akquisitionen aus:

  • Übernahme der Graphisoft SE mit Sitz in Budapest, einem führenden Anbieter von CAD- und BIM-Software für Architektur.
  • Akquisition der SCIA International BV mit Sitz in Belgien, einem Softwarenanbieter für den Ingenieur- und Stahlbau.
     

2005

2001

Professor Georg Nemetschek tritt planmäßig von seinem Amt als Vorstandsvorsitzender der Nemetschek AG zurück und wird durch Beschluss der Hauptversammlung in den Aufsichtsrat berufen.

Die SpeedWare Software GmbH wird zur CREM Solutions.
 

2000

1999

Die Nemetschek AG geht an die Börse und wird am Neuen Markt in Frankfurt notiert. Weitere Akquisitionen folgen, auch im Bereich Multimedia:

  • Mehrheitsbeteiligungen an der österreichischen AUER - Die Bausoftware GmbH und an Henke & Partner (heutige NEVARIS). Beide Unternehmen sind führende Softwareanbieter im Segment Bauen.
  • Mehrheitsbeteiligung an der MAXON Computer GmbH, einem führenden Softwareanbieter für 3D-Modeling, Painting und Animation.
  • Akquisition der Diehl Graphsoft Inc., Maryland, USA, (heutige Vectorworks, Inc.), einem führenden Anbieter von CAD- und BIM-Lösungen in den USA und damit Ausbau der Marktposition auf dem US-amerikanischem Markt.

Ende des Jahres 2000 bezieht die Konzernzentrale der Nemetschek AG neue Räumlichkeiten im „Zentrum für Informationstechnologie Planen Bauen Nutzen“ nahe der Neuen Messe München in Riem.
 

1998

Das Jahr 1998 ist geprägt durch die Vorbereitung auf den Börsengang und durch zahlreiche Akquisitionen:

  • Friedrich und Lochner GmbH (Berechnungsprogramme für baustatische Problemstellungen und Tragwerksplanung), die heutige Frilo Software
  • Glaser ISB Programmsysteme GmbH (Konstruktionsprogramme und grafische Lösungen für den konstruktiven Ingenieurbau)
  • Ainedtergruppe (Software für die Fertigteilindustrie)
  • IBD GmbH für Informationstechnologie, Baubetriebssoftware und Datenverarbeitung (integrierte, datenbankbasierte Bausoftware für Kalkulation, Lohn, Einkauf, Nachkalkulation, betriebliches Rechnungswesen), die heutige NEVARIS
  • SpeedWare Software GmbH (Softwarelösungen für das Facility Management und Real Estate Management), die heutige Crem Solutions.
  • Zudem übernimmt die Nemetschek AG eine Minderheitsbeteiligung an der DOCUNET AG (heutige DocuWare AG), einem der führenden Hersteller von Software-Lösungen für das Dokumentenmanagement.
     

1997

Unter dem neuen Leitsatz „Innovation aus Verantwortung“ wird die Nemetschek Programmsystem GmbH per Gesellschafterbeschluss in die Nemetschek AG umgewandelt. Professor Georg Nemetschek übernimmt den Vorstandsvorsitz.

Die Nemetschek AG nimmt in Forschungsprojekten der EU und in internationalen Gremien, wie zum Beispiel in der International Alliance for Interoperability (IAI), eine führende Rolle ein.

Mit O.P.E.N. (Objectoriented Productmodel Engineering Network) stellt Nemetschek eine datenbankbasierte Plattform vor, heute als Building Information Modeling (BIM) bekannt. Diese stellt allen am Bauprozess Beteiligten die benötigten Daten in konsistenter Form als informationstechnologische Infrastruktur für ihre Arbeit zur Verfügung.
 

1996

Die Nemetschek Programmsystem GmbH erhält mit dem Namen „Nemetschek - Informationstechnologie & Consulting Planen - Bauen - Nutzen“ ihre endgültige Ausrichtung. Die integrierten Software-Lösungen stellen Architekten, Ingenieuren und Immobilienmanagern alle relevanten Daten zu jeder Zeit und an jedem Ort zur Verfügung, schaffen Synergien und optimieren den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken hinsichtlich Qualität, Kosten und Zeitaufwand.

Neben der Zentrale in München gibt es mittlerweile vierzehn Niederlassungen in Deutschland und acht in Europa, einen weiteren Entwicklungsstandort in Bratislava, der Slowakei sowie zahlreiche Vertriebspartner.
 

1992

1988

Die Expansion des Unternehmens erfordert die Gründung eigener Niederlassungen in Deutschland mit Beratungs-, Vertriebs-, Schulungs- und Serviceressourcen sowie eigener Tochtergesellschaften im europäischen Ausland. Daneben wird der Vertrieb über Systempartner, Handelspartner und Händler ausgebaut.

Im Jahr 1990 zählt die Nemetschek Programmsystem GmbH 150 Mitarbeiter und ist das führende Systemhaus für CAD im Bauwesen. Das Unternehmen folgt dem Leitspruch „Denken im Ganzen“.
 

1984

1981

Die Nemetschek Programmsystem GmbH wird gegründet und von Ingrid Nemetschek als Geschäftsführerin geleitet. Mit zunächst 27 Mitarbeitern übernimmt die Gesellschaft alle Vertriebsaktivitäten. Die Entwicklung der Programme obliegt weiterhin dem Ingenieurbüro Professor Georg Nemetschek.

Der Startschuss für die Internationalisierung erfolgt im Jahr 1983: Die Nemetschek Programmsystem GmbH vertreibt ihre Produkte in Kooperation mit Vertragshändlern in Österreich und in der Schweiz.

Die erste Version der CAD-Lösung ALLPLAN kommt 1984 auf den Markt.
 

1980

Auf der Hannover Messe präsentiert das Ingenieurbüro Nemetschek ein Softwarepaket für die integrierte Berechnung und Konstruktion von Standardbauteilen für den Massivbau. Damit ist CAE (Computer Aided Engineering) auf Mikrocomputern erstmals möglich.

Die Software hat über viele Jahre Alleinstellungscharakter und ist für das Ingenieurbüro Nemetschek ein entscheidender Schritt in Richtung Marktführerschaft im Bereich CAD für das Bauwesen.
 

1977

Erstmals sind programmierbare Tischcomputer, Vorläufer der Personalcomputer, zu günstigen Preisen erhältlich. Das Ingenieurbüro Nemetschek nutzt die Chance und vertreibt mit „Programmsystem Statik 97/77“ eine Software für den konstruktiven Ingenieurbau.
 

1968

Als einer der ersten in der Baubranche setzt Georg Nemetschek bei der Konstruktion und Planung von Bauwerken Computer ein. Software für den Ingenieurbereich wird entwickelt, zunächst nur für den Eigenbedarf.
 

1963

Dipl.-Ing. Georg Nemetschek gründet das „Ingenieurbüro für das Bauwesen“ in München. Er spezialisiert sich auf Tragwerksplanung und erhält Aufträge für den Industrie-, Brücken- und Wohnungsbau.

 

 

Impressionen aus unserer Firmengeschichte

Karton mit der Darstellung eines Drahtmodells aus dem Jahr 1995. Die Boxen dienten zur Auslieferung der Handbücher.

1993

Anlässlich des 30jährigen Firmenjubiläums ehrt Professor Nemetschek Konrad Zuse, den Erfinder des Computers, mit einer Ausstellung. Mit der Darstellung der Entwicklung von der ersten Idee eines „mechanischen Gehirns“ bis hin zu den Anwendungsmöglichkeiten eines modernen CAD-Systems wird auch ein Stück der Geschichte von Nemetschek lebendig.

1992

Bereits 1992 konnten mit den leistungsfähigen neuen Allplan-Versionen komplexe Gebäude dreidimensional visualisiert werden.

„Wir verbinden Welten“ heißt es auf einem Plakat aus den Neunzigerjahren. Diese Maxime gilt noch heute: Nemetschek Software baut Brücken - über Flüsse und Täler und zwischen Planern, Ingenieuren, Bauausführenden und Designern über alle Büro- und Ländergrenzen hinweg.

Der Rechner SUPERNOVA iX aus dem Jahr 1990 war mit seinem 80486 Prozessor mit 33MHz ein sehr leistungsfähiger Computer. Das Unix-Betriebssystem lief bereits auf einem Intel-Prozessor. Der komplette Arbeitsplatz mit Steuer- und Digitalisiertablett und 20-Zoll-Bildschirm kostete in der Anschaffung etwa 55.000 Deutsche Mark.

Blick in das Archiv von Nemetschek. In solchen Ordnern wurden die Handbücher für die Nemetschek Softwareprodukte Ende der Achtziger- und Anfang der Neunzigerjahre ausgeliefert.

1988

1988 konnten Planer mit Allplan bereits dreidimenaional modellieren und Hidden-Line-Berechnungen durchführen. Die Parameter wurden entsprechend den Anleitungen im Handbuch eingegeben.

1988

Allplan Broschüre von 1988 - das Premiumprodukt gab der Tochtergesellschaft Nemetschek Allplan GmbH ihren Namen.

1987

Ein komplett ausgestatteter Arbeitsplatz für Architekten und Bauingenieure mit Rechner, Drucker und Plotter von 1987. Der SUPERNOVA 32 war ein Personalcomputer mit einer Fairchild-Clipper Einschubkarte für das Unix-Betriebssystem.

Der Mehrstifthochleistungsplotter Calcomp 1043 zeichnete Pläne bereits mit acht Stiften und damit auch in acht Farben. Die Anschaffungskosten beliefen sich auf rund 50.000 Deutsche Mark.

In dieser Darstellung des Nemetschek Logos in einer Broschüre von 1987 reicht Nemetschek den Kunden die Hand: „Wir unterstützen Sie heute und morgen als starker Partner.“ Diese Maxime gilt noch heute.

„Karte S 3.2 - in laufenden Rechner“: Die Anleitung für das erste Software-Produkt von Nemetschek, Programmsystem Statik 97_77, weist ein in die Nutzung von Magnetkarten und in die damit auszuführenden Berechnungen.

1977

Für den programmierbaren Tischrechner Hewlett Packard hp 97 Calculator wurde 1977 das erste Software-Programm von Nemetschek entwickelt. Die Eingabe der Programme erfolgte über Magnetstreifen. Die berechneten Werte wurden auf Papierstreifen ausgedruckt und in die Statikpläne geklebt.

1968

Bereits 1968 erwarb das Ingenieurbüro Nemetschek eine Olivetti programma 101. Preis: 34.000 Deutsche Mark. Die Olivetti programma 101 gilt als der erste druckende und frei programmierbare Arbeitsplatzcomputer der Welt und wurde bereits von der NASA für kartographische Planungen im Rahmen des ersten Mondflugs eingesetzt.

1963

1963 besuchte Dipl.-Ing. Georg Nemetschek einen Programmierkurs für die „Programmgesteuerte elektronische Rechenanlage ZUSE Z 23“. Der Bauingenieur Georg Nemetschek war begeistert von der neuen und zukunftsweisenden Computertechnik. Die ZUSE Z 23 wurde 1959 als volltransistorisierter Digitalrechner von Konrad Zuse entwickelt und ging 1961 in Serie.