Nemetschek Historie: Die Nemetschek AG
1997
Unter dem neuen Leitsatz „Innovation aus Verantwortung“ wird die Nemetschek Programmsystem GmbH per Gesellschafterbeschluss in die Nemetschek AG umgewandelt. Professor Georg Nemetschek übernimmt den Vorstandsvorsitz.
Die Nemetschek AG nimmt in Forschungsprojekten der EU und in internationalen Gremien, wie zum Beispiel in der International Alliance for Interoperability (IAI), eine führende Rolle ein.
Mit O.P.E.N. (Objectoriented Productmodel Engineering Network) stellt Nemetschek eine datenbankbasierte Plattform vor, heute als Building Information Modeling bekannt. Diese stellt allen am Prozess Beteiligten die benötigten Daten in konsistenter Form als informationstechnologische Infrastruktur für ihre Arbeit zur Verfügung.
1998
Die Nemetschek AG trägt der zwei Jahre zuvor beschlossenen Neuausrichtung des Konzerns Rechnung. Das Jahr 1998 ist somit geprägt durch die Vorbereitung auf den Börsengang und durch zahlreiche Akquisitionen:
- Friedrich und Lochner GmbH (Berechnungsprogramme für baustatische Problemstellungen und Tragwerksplanung)
- Glaser ISB Programmsysteme GmbH (Konstruktionsprogramme und grafische Lösungen für den konstruktiven Ingenieurbau)
- Ainedtergruppe (Software für die Fertigteilindustrie)
- IBD GmbH für Informationstechnologie, Baubetriebssoftware und Datenverarbeitung (integrierte, datenbankbasierte Bausoftware für Kalkulation, Lohn, Einkauf, Nachkalkulation, betriebliches Rechungswesen)
- SpeedWare Software GmbH (Softwarelösungen für das Facility Management und Real Estate Management)
Zudem übernimmt die Nemetschek AG eine Minderheitsbeteiligung an der DOCUNET AG (heutige DocuWare AG), einem der führenden Hersteller von Software-Lösungen für das Dokumentenmanagement.
1999
Die Nemetschek AG geht an die Börse und wird am Neuen Markt in Frankfurt notiert.
Mit Mehrheitsbeteiligungen an der österreichischen AUER - Die Bausoftware GmbH und an Henke & Partner setzt die Nemetschek AG ihre Akquisitionsstrategie fort. AUER - Die Bausoftware GmbH ist Marktführer in Österreich im Bereich Softwarelösungen für Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung (AVA) bis hin zu Baukalkulation und Kostencontrolling.
Die niedersächsische Firma Henke & Partner entwickelt und vertreibt integrierte Software-Systeme für Bauindustrie und Baugewerbe in allen Bereichen der Betriebswirtschaft und des Baubetriebs.
Die Nemetschek AG unterhält inzwischen elf internationale Tochtergesellschaften und 39 Niederlassungen und hat mehr als 200 Vertriebspartner in 53 Ländern. Die Produkte von Nemetschek erscheinen in dreizehn Sprachen.
2000
Die Nemetschek AG erweitert ihr Geschäft im Bereich der Multimedia-Anwendungen und erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung an der MAXON Computer GmbH. MAXON Computer stellt Software für 3D-Modeling, Painting und Animation her. Die Produkte finden weltweit Anwendung in der Werbung, in Film und Fernsehen und in Wissenschaft, Architektur und Design.
Durch die Akquisition der Diehl Graphsoft Inc., Maryland, USA, baut die Nemetschek AG ihr Engagement im amerikanischen Markt aus. Die Diehl Graphsoft Inc. wird zur Nemetschek North America Inc. umfirmiert.
Ende des Jahres bezieht die Konzernzentrale der Nemetschek AG neue Räumlichkeiten im „Zentrum für Informationstechnologie Planen Bauen Nutzen“ nahe der Neuen Messe München in Riem.
2001
Professor Georg Nemetschek tritt planmäßig von seinem Amt als Vorstandsvorsitzender der Nemetschek AG zurück und wird durch Beschluss der Hauptversammlung in den Aufsichtsrat berufen.
2002 - 2005
Nach Jahren, die durch Expansion und Akquisitionen geprägt sind, folgt für die Nemetschek AG eine Phase der Konsolidierung:
Die IBD GmbH für Informationstechnologie, Baubetriebssoftware und Datenverarbeitung und die niedersächsische Firma Henke & Partner werden zur Nemetschek Bausoftware GmbH zusammengeführt.
Die SpeedWare Software GmbH wird umfirmiert zur Nemetschek CREM Solutions GmbH.
2006
Im Zuge der Akquisition der ungarischen Graphisoft SE und der belgischen SCIA International BV positioniert sich Nemetschek als der führende Anbieter von AEC-Softwarelösungen (Architecture, Engineering, Construction) in Europa.
Graphisoft mit Sitz in Budapest entwickelt und vertreibt Software für Architektur und Baumanagement. Die Produkte der SCIA International BV finden Anwendung im Ingenieur- und Stahlbau.
2007
Graphisoft SE geht zu hundert Prozent in den Besitz der Nemetschek AG über.
2008
Die Nemetschek AG entwickelt eine neue Corporate Identity und positioniert sich als internationaler Konzern mit zehn starken Marken.











